Gedanken, Texte, Gedichte und Sprüche, die uns in der schweren Zeit bewegen.

Seit dem 05. August 2019 ist Nichts mehr wie es war – auch wir sind anders, weil ein Teil von uns gestorben ist.

Liebe Milena:
Erst jetzt begreifen wir, wie stark du warst – denn du hast unser Universum zusammen gehalten! Du fehlst uns so sehr!

Ich würde Jahrtausende lang die Sterne durchwandern,
in alle Formen mich kleiden,
in alle Sprachen des Lebens,
um dir einmal wieder zu begegnen.

Beim Aufgang der Sonne und bei ihrem Untergang
erinnern wir uns an Dich;
Beim Wehen des Windes und in der Kälte des Winters
erinnern wir uns an Dich;
Beim Öffnen der Knospen und in der Wärme des Sommers
erinnern wir uns an Dich;
Beim Rauschen der Blätter und in der Schönheit des Herbstes
erinnern wir uns an Dich
Zu Beginn des Jahres und wenn es zu Ende geht,
erinnern wir uns an Dich
Wenn wir müde sind und Kraft brauchen,
erinnern wir uns an Dich;
Wenn wir verloren sind und krank in unserem Herzen
erinnern wir uns an Dich;
Wenn wir Freude erleben, die wir so gern teilen würden
erinnern wir uns an Dich;
So lange wir leben, wirst auch Du leben,
denn Du bist Teil von uns, wenn wir uns an Dich erinnern.

Trauergefühle
Dein Leben ist beendet. Man hat dich uns genommen.
Ich weine manchmal leise, bin manchmal ganz benommen.
Gedanken kreisen leise, deine Stimme ist nicht mehr,
die Trauer greift still um sich, Du fehlst mir doch so sehr!
Alleine mit der Trauer, die alles übermannt,
wann werde ich dich finden, komm reich mir deine Hand.
Nebel, Stille, Einsamkeit – wann wird es nur vergehn?
Ich kann es kaum erwarten, Dich endlich wieder zu sehn.
Die Tage sind so einsam, der Himmel trübt sich grau,
in mir keimt auf die Frage, wo bist Du nur genau?
Dein Lachen war so fröhlich, warst ein Teil von mir,
ich bin nicht mehr vollständig, alleine bin ich hier.
Die Liebe die wir hatten, ist nur ein kleiner Trost,
mir fehlt deine Berührung und wie du mich liebkost.
Tief drin in meiner Seele, spür ich dich immerzu,
die endlosen Gedanken, schnüren mir die Kehle zu.
Mit jedem Windzug hoffe ich, du flüsterst leis mir zu,
die Hoffnung auf eine Botschaft, die sagt es geht dir gut.
Der Schmerz ist unbegreiflich, es tut so furchtbar weh,
und es wird erst vergehen, wenn ich dich wieder seh.
von Deinem Papa Christian im September 2019

…denn es fehlt einer

Wir wären eigentlich vier,
und sind doch nur drei,
denn es fehlt keiner,
denn einer ist immer dabei.
Wir wären eigentlich vier,
vier Freunde, die durchs Leben gingen,
vier, die gemeinsame Lieder singen,
vier Kameraden, die zusammen lachten,
vier warens, die oft Späße machten,
aber wir sind nun drei,
denn es fehlt einer,
und dennoch fehlt keiner,
denn einer ist immer dabei.
Dabei, wo drei gehen und singen,
dabei, wo drei lachen
und Späße machen.
In Wirklichkeit kann uns niemand trennen:
Auch wenn es so aussieht,
als wär´n wir nur drei…
Denn – Milena ist immer dabei.

Noch kann ich nur schwerlich ermessen, wie reif mich der Abschied gemacht. Die Wunde wird nie in mir heilen, im Schmerze gehörst du mir ganz. So will ich die Nacht mit dir teilen, als wäre sie Traum oder Tanz. Du bist mir noch enger verbunden als jemals im Leben davor, so habe ich wieder gefunden, was kurz an den Tod ich verlor. Ich werde dich zärtlicher halten, als je es im Alltag gelang, wo andere Maßstäbe galten und eins um das andere rang. Wie innig sich Seelen umschweben, sei deine Gestalt mir verblicht! Ich lebe ein doppeltes Leben: Je eins für dich und für mich!

Wenn Wolken sich am Himmel drängen
Wenn Früchte an den Bäumen hängen
Wenn Blumen wiegen sich im Wind
Denke ich an Dich, mein Kind…
Wenn das Mondlicht hell erstrahlt
Wenn Sternenglanz am Himmel malt
Wenn Sonne durch den Nebel find
Denke ich an Dich, mein Kind…
Wenn Vogelstimmen hell erschallen
Wenn im Herbst die Blätter fallen
Wenn die Tage kürzer sind
Denke ich an Dich, mein Kind…
Wenn die Meereswellen rauschen
Wenn sich im Sturm die Segel bauschen
Wenn abends Seemannsgarn man spinnt
Denke ich an Dich, mein Kind…
Wenn die Sehnsucht nach mir greift
Wenn Trauer meine Seele streift
Wenn eine bittere Träne rinnt
Denke ich an Dich, mein Kind…

DAS WAS IHR VERMISST
(Songtext aus dem Disney-Film Mary Poppins Rückkehr)

Liegt ihr manchmal nachts noch lange wach?
Lauscht dem leisen Lied von dem Wind am Dach?
Grübelt manchem nach, das nicht mehr ist?
Fragt euch, wo das blieb, was ihr so vermisst? 
Fliegt ihr nur zu gern mit Träumen fort?
Sucht dann noch im Traum nach dem einen Ort
Wo alles wieder so wie früher ist.
Und wo ihr alles habt, was ihr so vermisst.
Das, was einmal war, ist nicht mehr zu sehen,
doch wenn ihr daran denkt, kann es nie vergehen.
Nichts geht je verloren und nichts ist je ganz fort
Es geht nur etwas weiter, wechselt nur den Ort 
Egal, was ihr auch sucht, es ist nicht weg
Es spielt nur hinterm Mond heute Nacht Versteck
Wartet, bis die Zeit gekommen ist
Frühling und auch Herbst haben ihre Frist
Tauchen wieder auf, wenn man sie vermisst 
Macht die Augen zu, und lauscht dem stillen Raum
Ihr findet, was ihr braucht, heute Nacht im Traum
Träumt euch bis zum Mond, oder ganz woanders hin
Doch, was ihr vermisst, tragt ihr tief in euch drin 
Und, wenn sie euch sehr fehlt, dann seid nicht bang
Sie wird stets bei euch sein, euer Leben lang
Schaut auf euch hinab von einem Stern
Lässt euch nie allein, möchte, dass ihr wisst
Sie ist immer da, wenn ihr sie vermisst

Bildergebnis für und monate später, wenn du glaubst